Sokratisches Gespräch

Reizt es Sie, mit anderen in einer sehr offenen Form zu diskutieren, in der das Thema gemeinsam gesucht und festgelegt wird? Ziehen Sie das eigene Nachdenken dem Anhören eines Vortrags vor?

Das sokratische Gespräch in der von L. Nelson (1882-1927) und G. Heckmann (1898-1996) begründeten Tradition greift dieses Bedürfnis auf, denn bei dieser Gesprächsform geht es nicht um Wissensvermittlung durch einen akademischen Vortrag. Die Fragestellung wird ohne Beizug von Texten gemeinsam aufgrund eigenen Nachdenkens untersucht. Ich als Gesprächsleiter agiere in Sachfragen zurückhaltend, um eine „Auseinandersetzung auf gleicher Augenhöhe“ zu ermöglichen, greife jedoch ein, wenn das Gespräch in eine Sackgasse gerät oder wenn die Gesprächsregeln nicht eingehalten werden.

Eine Sokratische Gesprächsgruppe trifft sich in der Regel an drei Abenden, wobei dasselbe Thema an mehreren Abenden vertieft besprochen wird, die Gruppe kann aber auch zu einem neuen Thema wechseln. In der Pause wird ein feines Buffet offeriert. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen beschränkt. Eine Anmeldung gilt für alle drei Abende, wobei keine philosophische Vorbildung erforderlich ist.

 

1. Zyklus:

Termine jeweils dienstags: 24.05.22 / 07.06.22 / 21.06.22

Zeit: 19.00-21.30 Uhr

Kosten (inkl. Konsumation): CHF 150.- pro Person für alle drei Abende

Anmeldung: roger.hofer@ife.uzh.ch

 

 

2. Zyklus: 

Termine jeweils dienstags: 08.11.22 / 22.11.22 / 06.12.22

Zeit: 19.00-21.30 Uhr

Kosten (inkl. Konsumation): CHF 150.- pro Person für alle drei Abende

Anmeldung: roger.hofer@ife.uzh.ch

Themen, die häufig aufgeworfen werden:

• Gibt es eine Verantwortung zukünftigen Generationen gegenüber? Wenn ja, wie lässt sich eine solche begründen?

• Was bedeutet Toleranz?

• Was macht genau die Identität einer Person aus? Bleibe ich trotz körperlicher Veränderungen im Laufe des Lebens dieselbe Person?

• Sind rationale Menschen glücklicher?

• Kann das Gehirn entscheiden? 

• Wie frei sind wir wirklich?

• Gibt es eine Verpflichtung, anderen zu helfen? Wenn ja, wie lässt sich eine solche begründen?

• Worin unterscheiden sich Glauben und Philosophieren?

• Setzt Würde Selbstbestimmung voraus?

• Freundschaft

• usw.